Wenn das Wort "Brainstorming" in einem Meeting fällt, gehören nicht selten verschränkte Arme und nervöses Nippen an der Kaffeetasse zur Kulisse des Besprechungsraums. Doch gerade im agilen Kontext gilt Brainstorming als Kreativitätstechnik und effektive Methode zur gezielten Förderung der Ideenentwicklung. "Von Brainstorming hat wohl jeder schon gehört und sicher auch schon ausprobiert. Leider sehe ich, dass viele der Meinung sind, Brainstorming wäre ein Nachdenken in der Gruppe. Kennt Ihr den Satz: „Lasst uns brainstormen!“ für "Denken wir mal nach". Das führt dazu, dass wir in diesen Situationen bedauerlicherweise nicht das volle Potenzial der Kreativität einer Gruppe ausschöpfen. Aus dem Grund probieren wir in der Lehrveranstaltung auch bekannte Methoden wie Brainstorming aus, um herzuzeigen, wie es sein könnte.", so Bernhard Fink, selbstständiger Berater, Trainer und Coach bei agilen Transformationen und Vortragender des Masterlehrgangs Change Management. In seinen Lehrveranstaltung werden Bedeutung, Potenzial und Schwachpunkte der Visualisierung in agiler Kollaboration erarbeitet. Zuvor geht es ihm erstmal ums Kennenlernen der TeilnehmerInnen. Dafür wird gleich mal ein mögliches Werkzeug für den agilen Kontext ausprobiert. Mittels Bildkarten auf denen beispielsweise Donuts, Heißluftballone bis hin zur Startbahn und Fischschwärme zu sehen sind, animiert Fink die Teilnehmenden in der Kennenlernrunde, ihre Erwartungen an die Lehrveranstaltung zu visualisieren. Bernd Pürcher schnappt sich die Abbildung der Donuts. Vielfalt und Buntheit seien seine Assoziationen dazu. Er möchte mit einem gut gefüllten Methodenkoffer aus der Weiterbildung gehen. Ganz egal, ob das Bild der Startbahn, der Fischschwärme oder jenes von Spuren im Neuschnee – sie alle sind Impulsgeber und Output-Katalysatoren.
Kollaborativ und transformierend
"Diese simple Methode schärft den Blick aufs Wesentliche und kann helfen, Entscheidungen zu finden", erklärt Fink. Sein Tipp: "Visualisieren - so viel und oft wie möglich!" Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern um Assoziationen und Erinnerungsstützen, um etwas zu verankern. "Mittels Bildern können wir Emotionen leichter verbalisieren, Verständnis für das Gegenüber schaffen, Verborgenes sichtbar machen, Zielabklärungen erleichtern oder gar als Icebreaker in einem festgefahrenen Prozess dienlich sein." Bernd Pürchers Motivation für seinen Weiterbildungsweg ist offensichtlich von Fortschrittgedanken und Transformationspassion geprägt. Der Leiter des Konzernmarketings der Bühnen Graz ist sich bewusst: „Veränderung ist die einzige Konstante – das erkannte bereits der griechische Philosoph Heraklith. Der gesellschaftliche Wandel sowie die großen Herausforderungen unserer Zeit – Klimakrise, globale Pandemie, Krieg in Europa, aktuell eine massive Teuerungswelle und Energiekrise, um nur einige zu nennen – verlangen nach zahlreichen Veränderungen in unseren Strukturen. Auch als Kulturinstitution müssen und wollen wir uns dahingehend öffnen und modifizieren. Der Masterlehrgang Change Management bei UNI for LIFE liefert genau dazu die nötigen Tools, um den zahlreichen Herausforderungen positiv und professionell begegnen zu können."
Infos zum Masterlehrgang Change Management